Schulgarten

Im Jahr 2011 durch den Sozialpädagogen und Schulgartenpionier Pascal Pauli erstmals auf dem weitläufigen Gelände des alten Martin-Haffter-Schulhauses angelegt, ist der Schulgarten zu einem Vorzeigeprojekt geworden.

Mit dem Neubau 2021 entstand ein grosses und gut eingerichtetes Gartenhaus mit überdachtem Treffpunkt und Arbeitsplatz und vielfältigen, grosszügigen Beeten, welche den Kindern des Gartenkurses und auch einigen Klassen zur Verfügung stehen.

Die naturnahe Umgebung der Primarschulhäuser ist eines der Schwerpunkte der Schulgemeinde Weinfelden, welche das Freifach Schulgarten unterstützt. Es gibt ein Gegengewicht zur Kopfarbeit der Schule und zum digitalen Unterricht und der digitalen Welt im Allgemeinen, gibt einen Eindruck von der grossen Arbeit, welche die Lebensmittelproduktion verlangt, und verbindet die Kinder mit der Natur und dem Lebendigen darin.

Nachdem die Kinder im Februar entschieden haben, sich für den Schulgarten anzumelden und eine Saison lang dabei zu sein, sind sie von März bis September jeden Donnerstag eine Doppelstunde lang im Garten tätig. Dabei kann natürlich nicht auf das Wetter Rücksicht genommen werden, d.h. Regenschauer und Hitzewellen halten die fleissigen Gartenkinder nicht von ihrem Einsatz ab. Es gibt zum Glück einen Gartenschlauch, einen Brunnen und auch unter dem Schutzdach einiges zu erledigen. Doch immer ist der Kontakt mit der Erde, mit den Pflanzen und den kleinen Tieren wichtig.

Vom Einteilen und Vorbereiten der Beete über das Düngen, Säen und Pflanzen bis zur Ernte gibt es unglaublich viele Themen, welche besprochen und oft gleich umgesetzt werden. Dabei haben die Kinder immer Fragen:

«Was machen wir, wenn wir alles gesät haben? Da gibt es ja keine Arbeit mehr…»
«Wohin mit den vielen Schnecken unter meinen Zucchettiblättern?»
«Rhabarber ist doch Sauerkraut, oder nicht?»
«Kann ich das ausreissen, oder wird das eine Sonnenblume?»
«Warum sind diese Kartoffeln grün? Sind die jetzt giftig?»
«Warum gibt es jetzt noch keine Tomaten? Es ist doch Sommer…»
«Iiii, hier hat es eine Spinne im Kompost!!!»  (mindestens 2mm gross! )
«Soll ich alle Zucchetti nach Hause nehmen? Meine Mutter trifft der Schlag…»
«Ertrinken die Regenwürmer nicht, wenn es so viel regnet?»

Neben Gartenwissen, Gartenarbeit und Gartenliedern gibt es auch immer einen passenden kleinen Gartenimbiss. Da wird gleich probiert was da draussen wächst: Ob Schnittlauchbrötchen, Federkohlchips, Erdbeerglace, Blütentörtchen oder auch einem speziellen Gartengetränk mit Colakraut - es tönt und schmeckt interessant!

Gegen Ende des Kurses kommt dann die grosse Ernte, welche die Kinder voller Stolz nach Hause tragen (auch wenn sie manchmal schon ziemlich schwer ist!). Die grösste Freude schafft dabei das Kartoffelausgraben, wobei immer wieder neue Rekorde aufgestellt werden. Auch die Sonnenblumen werden verglichen: Wer hat die höchste?

Einiges wird aber auch in der Schulküche verarbeitet oder abgepackt und ganz am Schluss beim Gartenfest abgegeben. Da sind auch die Eltern dabei, und nach dem Aufräumen von Beeten und Gartenhaus geniessen sie die Kürbissuppe und freuen sich mit am Stolz der Kinder über ihr Diplom.

Pro Gartensaison wird ein Unkostenbeitrag von CHF 100.- erhoben.

Das Anmeldeformular sowie weitere Infos zum Gartenjahr finden Sie in untenstehenden Dokumenten

Informationen zum Gartenjahr
Anmeldeformular

Veronika Portmann

Leiterin Schulgarten

Gartenkinder