Vom Ei zum Flügelwunder
Heute machten sich die Klasse 2A, 2B und 2C auf eine spannende Entdeckungsreise direkt vor unserer Schulhaustüre. Gemeinsam mit Flori, dem Tagpfauenauge, gingen wir der Frage nach: Kann Flori auf unserem Schulareal wohnen? Hat er hier alles, was ein Schmetterling zum Leben braucht?
Ausgerüstet mit Checklisten erkundeten wir das Schulgelände und suchten nach wichtigen Lebensgrundlagen für Schmetterlinge. Wir überprüften, ob es sonnige Plätze, blühende Pflanzen, Versteckmöglichkeiten, windgeschützte Orte, Wasserstellen und ruhige Plätze zum Ausruhen gibt. Mit offenen Augen entdeckten wir viele spannende Ecken und konnten feststellen, dass unser Schulareal bereits einiges zu bieten hat.
Ausserdem lernten wir auf spielerische Weise den Lebenszyklus eines Schmetterlings kennen. Anhand eines Fangspiels erfuhren wir, dass nicht jedes Ei automatisch zu einem Schmetterling wird. In allen vier Entwicklungsstadien – Ei, Raupe, Puppe und Schmetterling – lauern Gefahren und Feinde. So können beispielsweise Eier gefressen werden, Raupen Fressfeinden zum Opfer fallen oder Puppen durch Witterungseinflüsse beschädigt werden. Durch das Spiel wurde deutlich, wie herausfordernd der Weg vom Ei bis zum ausgewachsenen Schmetterling ist.
Die Schülerinnen und Schüler lernten dabei, ihren nahen Lebensraum bewusst wahrzunehmen und mit achtsamen Augen zu erkunden. Sie erkannten, dass auch kleine Veränderungen einen Unterschied machen können und dass wir alle dazu beitragen können, Lebensräume für Tiere zu erhalten und zu schützen. Damit es Flori und anderen Schmetterlingen in unserem Schulgarten gut geht, wollen wir weiterhin Sorge zu unserer Umgebung tragen und auf die Bedürfnisse der Natur Rücksicht nehmen.
Die Entdeckungsreise hat uns gezeigt, wie wichtig vielfältige Lebensräume für Schmetterlinge sind und worauf diese faszinierenden Insekten angewiesen sind. Nun können wir Flori besser beantworten, ob unser Schulareal ein geeignetes Zuhause für ihn wäre.
Ein herzliches Dankeschön gilt der Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Thurgau und Frau Vera Zahner, die als Naturpädagogin unseren Kindern ein tolles Naturerlebnis ermöglicht hat.
Text und Fotos: 2. Primarklassen E. Peter / J. Sauer / B. Wasserfallen, L. Treuthardt
