Jassen, Zapfenwerfen und ein Krebs in der Znünibox

Am Dienstag, 18. August 2026 besammelte sich die Klasse 6A nach dem Fremdsprachenunterricht mit den Velos im Freien. Nachdem ein platter Reifen mit Hilfe eines anderen Velos gelöst werden konnte, fuhr die Klasse der Thur entlang zum Waldschulzimmer Weinfelden. Mit einer raschen Aufteilung in drei Gruppen ging es auch gleich los:  

Beim ersten Posten bei Fabian Berges war das Thema die Highland-Games. Eine interessante Information wurde studiert und danach gleich umgesetzt: Sackhüpfen, Zapfenwerfen und Seilziehen.

Die Schülerinnen und Schüler legten sich ins Zeug und kamen ins Schwitzen.

Beim zweiten Posten beim Schulsozialarbeiter Robin durfte man knifflige Kooperationsspiele machen. Dabei war es sehr wichtig, sich abzusprechen und eine schlaue Lösung zu finden. Genauso waren aber auch Geduld gefragt und Geschicklichkeit.

Am dritten Ort unter dem Dach wurde mit «wenig Material», nämlich Jasskarten ein erster Anlauf zum Jassen gesetzt. Das Ziel ist es, dass die 6. Klässler:innen später in der Lage sind, dieses spielerisch auch für viel Jüngere erklären zu können. Aus diesem Grund lernte man nochmals alle Karten kennen und startete als Kleingruppe mit Memory. Weiter ging es dann mit dem «Pingu-Jass», welcher später beim Schieber ein «Oben-abe» ist, die höhere Karte sticht und man muss die Farbe angeben. Dies wurde geübt zu zweit, zu dritt und auch zu viert. Da beim Jass 36 Karten im Spiel sind, konnte man gerade in der Mathematik «mit Teilern und Vielfachen» aufzeigen, wie man 36 «aufteilen» kann. Schon bald verstanden alle, worum es ging und einige merkten sich bereits, welche Karten schon gespielt und nicht mehr auf dem Tisch waren.

Durch das Rotieren mit den drei Posten verging der Morgen wie im Flug und die Bäuche wurden mit den feinen Sachen aus dem Rucksack gefüttert.  

Gleich darauf spielte die Klasse miteinander «Versteckis», baute eine Hütte oder erkundete den Wald. Zuverlässig erschienen alle nach den angegeben 20 Minuten wieder bei der Hütte. Beim zweiten Mal kehrte die Klasse überraschend früher zurück: Die Aufregung war riesig. Wir hatten einen Flusskrebs im vertrockneten Bach gefunden. Mit Hilfe einer Znünibox und Wasser konnte sich dieser rasch erholen und am Ende des Schultages im Kanal hinter der RAZ ins Freie gelassen werden.

Der Rückweg verlief kurzweilig und pannenfrei und wieder bereits mit viel Sonnenschein.

Text und Fotos: 6. Klasse, Claudia Käppeli

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